Quelle: „Aktiv
gegen Cellulite“ von Dr. Weyergans
Als nächstes
sollte in der folgenden Tabelle eingetragen werden, welche Körperstellen
bereits von Orangenhaut betroffen sind. Schreiben Sie das jeweilige Stadium
dahinter, also1, 2, oder 3.
Den Kneiftest
kann man an den Armen beziehungsweise Schultern nur bedingt alleine
durchführen. Bitten sie jemanden, ihnen dabei zu helfen.
Wenn Ihr
Cellulite Programm steht, lesen Sie bitte weiter, und erfahren Sie, wie es
unter der Haut im menschlichen Körper aussieht. Sie werden verstehen, wie
Cellulite entsteht und was man tun muss, um eine weitere Ausbreitung zu
verhindern und um sie wieder loszuwerden. Natürlich können Sie später
nachlesen, warum die Ratschläge gegen Orangenhaut, die Sie dort erhalten, so
erfolgreich sind. Erstellen Sie im Abstand von jeweils zwei Wochen ein weiteres
Cellulite Programm, damit Sie sehen, ob Sie die Orangenhaut im Griff haben.
Unter der Haut
Bis jetzt haben
Sie über die Cellulite folgendes gelernt: Immer mehr Menschen bekommen sie,
auch immer mehr Männer. Der Erstbefall tritt in den letzten Jahren bei immer
jüngeren Menschen ein. Sie hat einen typischen Ausbreitungsverlauf und
durchläuft im Allgemeinen drei Stadien. Nachdem das Cellulite Programm erstellt
wurde und man weiß, wie weit sich die Cellulite bei einem selbst schon
ausgebreitet hat, lädt dieses Kapitel auf eine Reise unter die Haut ein, um die
Orangenhaut aus der Sicht des Organismus kennenzulernen. Die fundierte Kenntnis
über die Entstehung der Orangenhaut macht die Vorbeugung und die Behandlung
leichter.
Überall unter
der Haut: Fettzellen
Bei Orangenhaut
handelt es sich um aufgeblähte Fettzellen. Solche Fettzellen hat man fast
überall zwischen der Haut und der Muskulatur; deshalb kann man Orangenhaut auch
fast überall bekommen, wenn man sie nicht beizeiten stoppt. Die einzigen
Ausnahmen sind die Handtellerflächen, die Fußsohlen und die Kopfhaut. Die
Fettzellen dort sind „hungerfest“ und haben in unserem Organismus andere
Aufgaben als die übrigen Fettzellen. Nur dort können sie sich nicht aufblähen.
Wenn man einen Schnitt durch die Haut macht, sieht man, dass die Fettzellen
eine eigene Schicht bilden, das sogenannte subkutane
Fettgewebe. Dieses Fettgewebe ist für den Körper wichtig: Es schützt vor
Kälte und Wärme; man braucht es als Speicher für Wasser und Nährstoffe; es hat
nicht zuletzt auch eine stützende Funktion für das übrige Gewebe, für Organe,
Muskulatur und Skelett, und es absorbiert Druck von außen. Im normalen Zustand
sind diese Zellen etwa stecknadelkopfgroß; bei Cellulite erreichen sie jedoch
spielend ein Zehnfaches ihrer natürlichen Maße und nehmen oft das Ausmaß von
weißen Bohnen an!
Warum Blähen
sich die Zellen auf, und was ist es, was sie dazu bringt?
Diese Fragen
kann man nur beantworten, wenn man weiß, was in den Zellen geschieht und wie
der Stoffwechsel der Organismus funktioniert. Hierfür folgt ein kleiner Exkurs;
Der Stoffwechsel
„Der Mensch ist,
was er isst…. und wie er isst.“ Diese Weisheit von Dr. FRANZ-XAVER MAYR, dem
Vater der vor allem unter Heilpraktikern und naturheilkundlich orientierten
Ärzten recht bekannten Mayr-Kur, ist
zwar banal; doch denken wir einmal etwas genauer darüber nach: Essen und
Trinken halten nicht nur Leib und Seele zusammen, sondern Essen und Trinken
sind eine Voraussetzung für Leben schlechthin. Die Art und Weise, wie man isst,
wie der Körper die Nahrung aufnimmt und in Energie umwandelt, nennt man Stoffwechsel.
Der Stoffwechsel
beginnt mit der Nahrungsaufnahme. Die Nahrung wird durch Beißen und Kauen
mechanisch zerkleinert, sie wird eingespeichelt – wobei die Kohlenhydrate, die
in der Nahrung enthalten sind, sogar schon zersetzt werden – und geschluckt.
Schließlich gelangt sie portionsweise in den Magen. Ab hier spricht man schon
von Verdauung.
Im Magen wird
alles, was man gegessen und getrunken hat, mit Hilfe der Magensäure chemisch
zersetzt. Das Ergebnis ist ein Nahrungsbrei, der als nächstes automatisch in
den Dünndarm gepresst wird. Im Dünndarm findet sodann eine genaue chemische
Analyse des Nahrungsbreis statt: Was kann der Organismus brauchen – was braucht
er nicht. Diese grundsätzliche Unterscheidung zwischen Brauchbarem und
Unbrauchbarem ist die Unterscheidung zwischen Ballast- und Nährstoffen.
Ballaststoffe:
als Energiespender uninteressant
Betrachtet man
zunächst die Ballaststoffe, so sind diese für die Versorgung des Organismus mit
lebenswichtiger Energie, Mineralien oder Vitaminen uninteressant. Sie können
von den chemischen Werkzeugen des Organismus, den Hormonen und Enzymen, nicht
bearbeitet werden. Dennoch sind Ballaststoffe ein wichtiger Bestandteil der
Nahrung; sie werden vom Dünndarm aus weiter in den Dickdarm geschoben, wo ihnen
das Wasser entzogen wird. Auf diese Weise „eingedickt“, werden sie schließlich
abgesetzt.
Bei den Ballaststoffen handelt es sich meist um
die Faserstoffe von pflanzlichen Lebensmitteln, etwa dem Schrot oder der Kleie
des Korns. Von ihrer Struktur her sind diese Produkte oft sehr grob; sie scheuern
an den Darmwänden und fördern so die Verdauung und das Ausscheiden abgelagerter
oder verklebter Nahrungsreste. Vielfach kann man übrigens schon dann auf
verdauungsfördernde Präparate verzichten, wenn man seinen Speiseplan mit
ballaststoffreichen Nahrungsmitteln ergänzt. In Frage kommen hierfür sämtliche
pflanzlichen Nahrungsmittel; man sollte sie möglichtroh verzehren.
Nach Aufnahme
und Ausscheiden der Ballaststoffe ist ein wichtiger Teil des Stoffwechsels
bereits erledigt. Im Kapitel über Ernährung kommen wir auf die bedeutende
Rolle, die die Ballaststoffe in der Verdauung spielen, nochmals zurück.
Nährstoffe
Während Hormone
und Enzyme die Ballaststoffe nicht zersetzen können, werden die Nährstoffe des
Nahrungsbreis im Dünndarm solange zerkleinert, bis sie in mikroskopisch kleiner
Form vorliegen.
Erst wenn diese
Arbeit abgeschlossen ist, werden die Nährstoffe
dorthin transportiert, wo Energie benötigt wird: zu den Muskeln und ins
Hautgewebe. Hierfür werden sie durch die Wand des Dünndarms hindurch vom Blut
aufgenommen.
Das Blut
wiederum, das diese Stoffe aufnimmt, fließt nun über die Pfortader in die
Leber, wo es entgiftet wird. Von dort strömt es in die rechte Herzhälfte, wird
von der rechten Herzkammer in die Lunge gepumpt; dort tankt es Sauerstoff und
wird dann über die linke Herzhälfte in den Körper befördert.
Zusammen mit dem
Sauerstoff treten Eiweiße und Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralien,
die als Nährstoffe für den Menschen in Frage kommen, ihre Reise in das Innere
des Organismus an. Lediglich die Fette machen einen kleinen Umweg über die
Organe.
Die Reise führt
von den feinen Gefäßen, die die Nährstoffe im Dünndarm aufnehmen, in die großen
Körperadern. Von dort aus geht es in bestimmten Körperregionen, zum Beispiel in
die Oberschenkel. Dort „verlaufen“ sich die Blutgefäße; sie werden immer
kleiner und immer feiner. Hier werden allerdings nicht nur die arteriellen
Adern selbst- man spricht jetzt von Arteriolen – immer kleiner und feiner,
sondern auch deren Gefäßwende werden immer dünner. Diese hauchdünnen Wändchen
halten bald dem Druck nicht mehr Stand, der im Gewebe herrscht. Er wirkt wie
der Druck von einer Hand, mit der ein Schwamm ausgepresst wird.
Ein Teil der
Nährstoffe und der Blutflüssigkeit tritt hier durch die Wände der Arteriolen
hindurch nach „außen“ in den Raum zwischen den Zellen. Dort allerdings besteht
eine andere chemische Konzentration, und die „reizt“ die Nährstoffe zusätzlich,
aus den Arteriolen heraus ins Gewebe zu treten. Auf diese Weise verlassen circa
90% aller Nährstoffe die Blutgefäße.
Der Platz
zwischen den Zellen ist natürlich nicht der Ort, wo die Energie erzeugt wird,
die der Körper für seinen ordnungsgemäßen Betrieb braucht. Das Kraftwerk des
Organismus sind vielmehr die Zellen selbst. Und dorthin kommen die Nährstoffe
nur, weil sie auf unterschiedliche chemische Konzentration und Druck reagieren
oder weil es andere Substanzen gibt, die die Nährstoffe durch die Zellwände
hindurch in die Zelle hinein transportieren.
Die Verbrennung:
Jede Zelle ist ein Kraftwerk
Aufgabe der
Zelle ist es also unter anderem, die Energie zu erzeugen, die unser Organismus
zum Aufrechterhalten seiner Körpertemperatur und für seine Muskelkraft braucht.
Hier werden die Eiweiße, fette und Kohlenhydrate „verheizt“. Das geht wiederum
nicht ohne den Sauerstoff, den das Blut mitgebracht hat und den sich die feinen
Blutgefäße zum Teil auch durch die Haut holen können.
Die sogenannten
„Verbrennungen“ von Nährstoffen ist ein weiterer wichtiger Teil des gesamten
Stoffwechsels – der erste Teil des sogenannten „Betriebsstoffwechsels“: die
Versorgung. Im Kapitel über Ernährung wird nochmals darauf eingegangen. Für das
Verständnis der Cellulite reicht es, den Ablauf der Versorgung des Organismus
zu kennen: Nahrungsaufnahme, Aufschlüsselung der Nahrung mit Hilfe von Enzymen
in Mund, Magen und Dünndarm, Transport in den Körper über das Blut, Verbrennung
und Energiegewinnung in den Zellen.
Beau Well Dreams Anti Cellulite Studio
1030 Wien, Landstraßer Hauptstraße 71, 0699/17171030
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